Rundbrief Nr. 2 – Hygiene für Körper und Seele

Hygiene – für Körper und Seele

In unserem zweiten Rundbrief möchten wir auf eine erste und sehr wichtige Hilfe für unsere Gesundheit eingehen, nämlich wie wir durch gute hygienische Maßnahmen möglichst wenig Kontakt mit gefährlichen Krankheitserregern haben. Ja, das ist sicherlich für die meisten von Euch nichts wirklich neues, aber gerade hier hängt viel davon ab, dass wir das, was wir wissen, auch tatsächlich TUN. Im zweiten Teil dann einen Abschnitt über die Hygiene für die Seele – genau so wichtig, oder vielleicht sogar noch wichtiger?

Ich erinnere mich noch gut an unsere erste Hygiene-Unterrichtsstunde in der Krankenpflegeausbildung. Die Unterrichtsschwester kam mit 3 Petrischalen und ließ einen Freiwilligen 1. mit ungewaschenen 2. mit mit Wasser gewaschenen und 3. mit mit Seife gewaschenen Händen jeweils Abdrücke auf einen der Nährböden machen. Natürlich war erst einmal gar nichts zu sehen; aber nach 3 Tagen im Inkubator waren die verschiedensten „Keime“ gewachsen – am meisten auf dem Nährboden mit den ungewaschenen Händen, am wenigsten auf dem mit Seife gewaschenen. Das war sehr eindrücklich für uns! Da man Krankheitserreger so nicht sehen kann, werden wir oft nachlässig und oberflächlich beim Händewaschen. Das kann gerade in Zeiten von Influenza und Corona den Unterschied zwischen Gesundheit und Krankheit machen.

Gründliches Händewaschen:
Beide Hände gründlich bis zum Handgelenk mit schäumender Seife während 30 Sekunden einseifen, auch den Handrücken und zwischen den Fingern. Diese 30 Sekunden geben der Seife Zeit, die Virenhülle zu schädigen bzw. zu zerstören, so dass diese unschädlich werden. Die Seife dann abspülen und die Hände mit einem Einmalhandtuch oder an der Luft trocknen. Daheim die Handtücher oft wechseln. Denn auch Handtücher können Virenvermittler sein.
Bitte denkt daran, dass auch Türklinken, Lichtschalter, Haltestangen, Geländer, Knöpfe und Griffe aller Art, bes. im öffentlichen Bereich, ebenso mit Krankheitserregern verunreinigt sein können. Nach den aktuell neuesten Erkenntnissen von dem deutschen Virologen Hendrik Streeck ist allerdings glücklicherweise eine Schmierinfektion mit dem neuen Corona-Virus nicht der gängige Übertragungsweg, da die Viren auf Oberflächen wie z.B. Türklinken nicht im vermehrungsfähigen Zustand gefunden werden konnten (1). Trotzdem ist es eine gute Praktik, nach jedem Toilettengang, nach dem Nachhause-Kommen, vor dem Umgang mit Nahrungsmitteln, vor dem Essen, usw. immer gründlich die Hände waschen. Und es zur Gewohnheit machen, sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht (Augen, Nase, Mund) zu fassen. Lieber ein sauberes Taschentuch nehmen. Händeschütteln ist leider derzeit ebenfalls tabu – so vermeiden wir ggf. die direkte Virenübertragung von Mensch zu Mensch.

Gründliche Händedesinfektion:
Im öffentlichen Bereich finden sich auch Desinfektionsspender, die zur Desinfektionsmittelentnahme einen Bügel haben, den man mit dem Unterarm/Ellenbogen bedienen kann. So vermeidet man das Berühren mit den Händen. 3ml Händedesinfektionslösung sollen 30 Sekunden lang gründlich in die Hände einreiben, bes. auch zwischen den Fingern, Handrücken und bis zum Handgelenk.

Gute Handpflege:
durch das häufige Händewaschen/Desinfizieren wird die Haut strapaziert. Eine intakte Haut ist jedoch ein wichtiger Schutz vor dem Eindringen von Krankheitserregern. Daher die Hände regelmäßig eincremen. Es müssen nicht immer kommerzielle Produkte sein, einfaches Olivenöl oder Kokosöl sind auch gute Hautpflegemittel. Natürlich kann man auch eine milde Handcreme (bei rissigen Händen mit Ringelblumenextrakt) oder einer Handcreme mit Zink verwenden.

Abstand:
„Zwei Meter Abstand!“ werden jetzt schon des Öfteren vor der Kasse im Supermarkt auf dem Boden markiert. Das ist sinnvoll, denn gerade durch Husten und Niesen werden mit bis zu 450 km/h feinste Tröpfchen, die Tausende von Krankheitserregern enthalten können (sollten wir (unwissend) ansteckend sein) im Umfeld von mehreren Metern verteilt. Dies scheint bei der Ausbreitung des neuen Corona-Virusses der gängige Ansteckungsweg zu sein. Daher gilt die
Husten-Etikette: bei Husten- oder Niesreiz wegdrehen und am besten in die Ellenbeuge husten oder niesen. Ausserdem:

Mundschutz tragen. Der hilft sehr, diese Tröpfchen-Ausbreitung zu verringern. Dies ist besonders wichtig, wenn man in öffentlichen Verkehrsmitteln o.ä. unterwegs ist, bzw. den Abstand von 2-3 m nicht einhalten kann. Da die hochwertigen FFP 2 oder FFP 3 Masken momentan Mangelware sind, gibt es inzwischen viele Anleitungen, wie man sich alternativ einen Community-Mundschutz selbst nähen oder basteln kann. Wie ich gerade las, ist in Österreich ist das Tragen einer Atemschutzmaske in Supermärkten wohl ab dieser Woche Pflicht. Allerdings sollen dann Masken vor den Märkten verteilt werden.
Hier findet ihr ein Masken-Näh-Tutorial, sowie eine PDF Download Option.
https://www.chip.de/downloads/Mundschutz-selber-naehen-Schnittmuster-PDF_182511684.html
Alternativ zwei Möglichkeiten, ohne nähen einen Mundschutz zu basteln:
https://www.chip.de/video/Gesichtsmaske-basteln-ohne-Naehen-Zwei-Varianten-Video_182607138.html
Und es gibt jede Menge mehr davon auf Youtube und anderen Kanälen.

Nase putzen nicht mit Stofftaschentüchern sondern mit Papiertaschentüchern, die bitte NICHT wieder in die Hosen- oder Jackentasche wandern, sondern nach der Einmalnutzung in einem möglichst geschlossenen Mülleimer entsorgt werden. Müllbeutel am besten täglich wechseln.

Gegenstände, die von mehreren Menschen benutzt werden (Toiletten, Türgriffe, Geländer, usw.), regelmäßig mit einem entsprechenden Flächendesinfektionsmittel/Reiniger reinigen, auch wenn mit dem Auge keine Verschmutzung zu sehen sind! Viren sind seeeeeeeehr klein. Bakterien auch. 😉
Und hier nochmal die Erinnerung – bitte beobachtet Euch selbst und trainiert euch darauf, Euch nicht ins Gesicht zu fassen! Eine Studie (2) stellt fest, dass die Testpersonen 3,3 Mal pro Stunde öffentliche Oberflächen berührten und 3,6 Mal pro Stunde ihr Gesicht. In etwa 44 Prozent der Fälle entstehe dabei ein Kontakt mit Schleimhäuten an Mund, Nase oder Augen. Der Übertragungsweg von Viren oder Bakterien von der Hand ins Gesicht ist ein sehr häufiger, da man sich im öffentlichen Raum wohl kaum 3-4 mal pro Stunde seine Hände wäscht… Ich persönlich finde die 3,6 mal pro Stunde erstaunlich wenig. Je gestresster, umso häufiger berührt man anscheinend das Gesicht. Dazu hier ein witziger, aber ernst zu nehmender Link zu einem Selbsttest.
https://www.bluewin.ch/de/leben/fit-gesund/hygiene-selbsttest-und-wie-oft-fassen-sie-sich-ins-gesicht-366842.html

Hygiene für die Seele

Was für den Körper gilt, gilt auch für die Seele: Unsere Gedanken- und Gefühlswelt lebt von dem, womit wir sie in Kontakt bringen. Daher ist es vielleicht gerade auch jetzt angesagt, sich zu überlegen, wie viele Corona-Viren-Nachrichten wir „inhalieren“ wollen. Angst entsteht ja oft durch Mangel an Fakten und durch Gerüchte bis hin zu Verschwörungstheorien. Daher hilft es uns, den Blick manchmal auch weg von dem „Krankmachenden“ hin zu dem „Heilenden“ zu wenden.

Hier ein Auszug aus einem Artikel von Mark Finley (Pastor und Seelsorger), den ich Euch zu Ostern gerne als Mutmacher weitergeben möchte.

„Die Frage, ob wir von Angst verzehrt oder ob wir mit Hoffnung erfüllt sind, hängt vollständig davon ab, worauf wir unseren Blick fokussieren. Wenn du deinen Blick auf die Naturkatastrophen richtest, wenn du dich auf schlechte Nachrichten konzentrierst, wenn Seuchen und Krankheiten deine Gedanken beherrschen, wenn das die Dinge sind, worauf dein Fokus liegt, dann wird dein Herz mit Angst erfüllt werden. …
Es ist Christus, in dem wir Zuversicht finden. In Christus werden wir emporgehoben über die Unsicherheiten und Besorgnisse des Lebens hinweg, und unsere Herzen werden erfüllt mit der Gewissheit, die sich auf den Einen verlässt, der uns mit einer ewigdauernden, unsterblichen, unfassbaren, unerschöpflichen und endlosen Liebe liebt. …
In einer der beruhigendsten Verheißungen der Bibel ermutigt uns Jesaja, indem er die Worte Gottes wiedergibt: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.“ Warum brauchen wir keine Angst zu haben? Jesus ist bei uns. Was auch immer wir durchmachen müssen, Er ist an unserer Seite. „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit!“ Die Bibel, Jesaja 41, Vers 10“
Mark Finley, Pastor und Seelsorger

Wir vom Landhaus DIE ARCHE wünschen euch ganz besonders, dass ihr dieses Versprechen von Gott für euch persönlich erlebt, das ihr euch geborgen wisst, an jedem Tag. Zu Ostern feiert und gedenkt die Christenheit traditionell dem Tod und der Auferstehung von Jesus, dem Sohn Gottes. Der lebendige Jesus hat uns versprochen, dass er uns durch das Leben hilft, auch und insbesondere wenn es eine schwierige Zeit in unserem Leben gibt.
Zu Ostern, und als Einladung für den Heutigen Rundbrief möchten wir dir eine christliche Meditation schicken, die uns berührt hat. Schaut euch das Video unten, welches von Freunden von uns gemacht wurde, gerne einmal an.

Ganz liebe Grüße,
Euer Team vom Landhaus DIE ARCHE

Dieses Video haben dieselben Leute gemacht, die auch den Imagefilm für das Landhaus DIE ARCHE gemacht haben. Weitere Videos aus dieser Reihe:

 

Quellenverzeichnis:

(1) https://youtu.be/VP7La2bkOMo

(2) „Facing Ubiquitous Viruses: When Hand Washing Is Not Enough“ https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3552529/

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Ein Kommentar

  • Liebes Arche Team bleibt alle gesund ,ich gratuliere Lydia und Manuel ganz herzlich zur Geburt Ihres Sohnes. Ich grüsse euch aus der Schweiz und hoffe, dass wir uns bald Wiedersehen Alles Gute und bis bald Regine Klesser

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